Heute früh geht‘s frohen Mutes weiter Richtung Montenegro.

Merke: wenn auch die Anzahl der zurückzulegenden km gering ist, heisst das noch gar nix. Von Dubrovnik bis zur berühmten Bucht von Kotor sind es nämlich nur 98 km, aber die haben es in sich. Die Verkehrssituation ist ein Hammer! Wir erreichen die Bucht, wobei hier das Meer wie ein Fjord ins Land schneidet, dh um die Bucht fahren dauert mind 2 Std.

Zum Glück entdecken wir eine lokale Autoschlange bei einer Fähre, der wir uns auf gut Glück anschliessen. So kommen wir zumindest in die Nähe von Kotor… bzw bis 4 km heran. Dort wartet allerdings ein derartig saftiger Stau auf uns, dass wir aufgeben – diese Küste ist eindeutig besser per Boot auszukundschaften! Wir trösten uns damit, dass die fast ebendo berühmte Altstadt (stari grad) von Budva sowieso am Weg liegt, und legen dort einen Stopp ein. Und diesmal setze ich mich gegen Meister Google durch, der uns zum lokalen city Einkaufszentrum lotsen will. Ich hingegen schaff‘ es mit den Männern in die sehr hübsche Altdtadt, wobei… Es ist ein bissl ein Mix aus Jesolo in den 80-ern mit den Preisen von heute. Montenegro hat sich nämlich dem Euro angeschlossen, und da lässt man es preislich durchaus krachen. Sogar die Kugel Eis kostet 2,50€! sicher organic.

Das alles scheint aber diverse dicke Menschen mit den ärgsten Sonnenbränden, die ich seit langem gesehen habe, nicht abzuschrecken. Wir verlassen Budva und fahren endlich mal ohne Stau durch viel GEGEND, die sehr schön ist – hinten ragen hoch die Berge auf, vorne glitzert das Meer. Vor ein paar Jahren hat sich hier das Luxusresort Montenegro Port Luscayne Bay etabliert, ein bissl im Nirgendwo. Vor allem fragt man sich, wie gern sich die vips da wohl hinstauen – naja, da gibt‘s wahrscheinlich einen heliport:) Fest steht für mich: Wer hier urlaubt, sollte das von einem Boot aus tun!

Wir landen schliesslich in Ulcinj, dem letzten Badeort in Montenegro. last but not least! Gefällt uns wesentlich besser als Budva! War im 18. jht eine Piratenhochburg und hat eine charming stari grad. Unser Hotel sitzt oben am Felsen, wir downen zum Sonnenuntergang einen aperol in der sunset bar. Nur o und ich wohlgemerkt, die boys müssen sich von den Strapazen der Reise auf der Kammer erholen. Ich glaube, das ständige Kopfhörer-anhaben muss recht anstrengend sein…
Das Abendessen vereint uns wieder, und wir müssen sehr über unseren Kellner lachen, der mit uns ein deutsch spricht, auf das er sehr stolz ist. Das geht dann so: „du gib mir dein Glas“ bedeutet er mir zb, oder „bestell‘ nicht Muschel, ist nicht gut“. Aber er kann nicht alle Wünsche erfüllen, denn als O meint, ob er nicht die Balkan Diskomusik ausschalten kann, die von der Strandpromenade her kracht, sagt er nur: „du musst bis 1 uhr warten“.
O legt sich also mit Oropax ins Bett, und ich warte derweil brav bis ein Uhr. Morgen geht‘s weiter nach Albanien und Nordmazedonien – wie lange das wohl dauern wird….
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