Nach einem herrlichen Frühstück in Ulcinj (die Portionen hier sind riiiiieeesig) machen wir uns also wieder auf zu unserer nächsten Station.

Wider Erwarten läuft es verkehrsmässig wesentlich besser als gestern, wir kommen also recht gut durch Montenegro voran und erreichen bald die Grenze zu Albanien. Ist etwa ein Drittel so gross wie Österreich, hat allerdings ein Bip pro Kopf von 10 mal weniger, mit einer Arbeitslosenquote über 14%. Interessant also, dass auch der Führer erläutert, dass Albaner besonders die Marke Mercedes “wegen ihrer guten Qualität” schätzten. Das amüsiert uns sehr, und schon bei der ersten Tankstelle beobachten wir, wie sich ein nagelneuer RiesenBMW mit belgischem Kennzeichen einschleift, aus dem ein stark albanisch aussehender MAnn im Ruderleiberl und Trainingshose steigt. Wir wollen ja niemandem etwas unterstellen, aber fortan müssen wir jedesmal lachen, wenn wir ein teueres Auto mit ausländichem Kennzeichen sehen – die Wahrscheinlichkeit, dass der echte BEsitzer drinsitzt, wird immer geringer. Die Kids starten ein Spiel: Wir zählen 5 Minuten lang, wie viele Mercedesse uns entgegenkommen, und kommen auf 58. BMW’ s gibt’S 23, und Fiat’s heisse 3. So gesehen dürften wir also relativ sicher sein. Die Boys lieben auch die sogenannten Autowerkstätten, an denen die Autos auseinadergenommen werden. Am besten ist eine, vor der in eienr Reihe 4 wunderschöne Mercedesse und ein Porsche Cayenne geparkt sind – zum Dumpingpreis, keine Frage.


Wir beschliessen also trotz der eindeutigen Unbelibetheit der Fiats, unser Auto in ALbanien nicht eine Sekunde aus den Augen zu lassen, und landen daher zu Mittag im Restaurant der Tankstelle. Allerdings ist dieses ganz im Geschmack der Region aufpoliert, mit glitzer-creme gestupften Wänden und Brokatvorhängen.

Wir sind so auf die Autos konzentriert, dass wir kaum die viele GEGEND sehen, die aber sehr schön, bergig und grün ist. Erst in Tirana, an dem wir vorbeifahren, sehen wir wieder etwas genauer hin, und staunen… Nicht nur, dass alle halt irgendwie so fahren, wie es sich gerade ergibt (ich habe teils etwas Mühe, unseren uncoolen Fiat duch unbeamptelte Kreuzungen zu lenken), sondern über den Zustand der Aussenbezirke. Am besten resümiert die Situation wohl Ferdie’s Frage: “War hier auch Krieg?” Müll überall, aufgerissene Strassen, unfertige oder bereits wieder heruntergekommene Häuser, Leute die scheinbar planlos durch die Gegend streifen…

Weiter schrauben wir uns den BErg hinauf Richtugn Grenze – natürlcih gibt es keine Autobahn, sondern nur eien Art Schnellstrasse. An der Grenze nur eine kurze Wartezeit, und schon sind wir in Nordmazedonien, dem sechsten Land auf unserer Reise. Hier ist die Arbeitslosigkeit noch höher, liegt bei über 20%. Die Anzahl der Mercedesse nimmt auch dementsprechend ab. Allerdigns erstaunlich, wenn es stimmt, was der Führer behauptet: dass nämlich 90% aller BEamten korrumpiert sind. Auch ohne Luxuskarossen gilt hier im Strassenverkehr allerdings noch mehr das Recht des Stärkeren bzw Mutigeren. Als wir bei einer Baustelle an der roten Ampel stehen blieben, überholt uns ein Auto von hinten und knallt fast in den Gegenverkehr, dann kommt uns auf unserer Fahrbahn ein Radfahrer entgegen…
Wir schaffen es aber glücklich bis zum Ohrid-See, unserem heutigen Stopp. Durch den See verläuft die Grenze zwischen Albanien und Nordmazedonien, und er sieht, eingebettet in Berge, in der Abendsonne serh schön aus.

Wsentlich besser jedenfalls, als die Leute, die ihn bevölkern. O meint, er habe noch nie so viele hässlcihe Leute auf einem Fleck gesehen. Der Vorteil ist immerhin, dass man da selbst besser abschneidet. Unser Hotel ist direkt am Strand gelegen, und stark bevölkert. Drinnen riecht es so stark nach Kantinenessen, dass wir beschliessen, unbedingt woanders unser Glück beim Abendessen zu versuchen. Rein also in die Stadt Ohrid, und zum Gladiator Restaurant, das direkt neben dem alten römischen Amphitheater liegt. Dort fanden vor über 2000 Jahren Gladiatorenkämpfe statt, dann wurden dort Chriten hingerichtet, und dann wurde das Ganze einfach vergessen. Erst in den 80-er Jahren wurde das Theater im Zuge von Bauarbeien wieder entdeckt und ausgegraben.

Wir sitzen also mit schönem Blick und laben uns an der Ohrif-Forelle, der einheimischen Spezialität (Johannes weicht natürlich auf ein Kebab aus). Zur Nachspeise gibts picksüsse köstliche Baklava für alle, und den lokalen Rakija, der stark nach Pril schmeckt.
Morgen müssen wir früh raus, da eine Bootstour geplant ist, und dann geht’s schon zum Sitz der Götter, zum Olymp nach Griechenland. Wir haben uns durch das Hörbuch der griechischen Heldensagen hoffentlich fit für den Aufstieg gemacht. Ich denke nicht, dass es oben auf unserer Berghütte wifi gibt, also melde ich mich, wenn wir hoffenltich alle wieder gut unten sind!


die Tankstelle ganz oben muss was für die Puppa sein, konnte der Tankwart auch so schön hoch singen wie Puppas Liebling ?
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Die gibt‘s überall in Albanien. Sehr unterhaltsam
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