Mount Olymp: 18/19. August – we made it!!

Nach unserer Bootsfahrt in Ohrid – dabei sehen wir übrigens Tito’s Villakomplex am See, der heute von Nordmazedonien’s Präsident genutzt wird (wobei die Einheimischen immer nur Mazedonien zu ihrem Land sagen) -machen wir uns jedenfalls auf zum Olymp. Die Grenze ist schnell passiert, wie üblich viel GEGEND rundherum, die ab der Grenze zu Griechenland immer weniger grün wird.

Es geht Richtung Thessaloniki und dann auf einer zuerst grossen und dann kleinen Landstrasse, auf der wir uns 16km über ziemlich arge Kurven raufschrauben. Schliesslich erreichen wir den Parkplatz Prioni und machen uns schnell auf den Weg, Eile ist angesagt, nachdem wir durch den Zeitunterschied quasi eine Stunde verloren haben und spätestens um 8 Uhr oben sein müssen.

Das dringendere Problem ist allerdings die mangelnde Motivation unseres Ferdie’s, der ab Schritt eins zu jammern beginnt. Um ihn abzulenken, lässt sich O sogar in endlose Diskussionen über die Vorteile des iphones gbhbb gegenüber dem onephone bvhdjh ein. Leider begeht er aber dabei den Fehler, ununterbrochen selbst auf sein iphone zu glotzen und alle 5 Minuten anzusagen, wieviele Höhenmeter und Kilometer noch zu bewältigen sind, was nicht rasend hilfreich ist, wenn derer noch 950 bzw 5 übrig sind. Eine andere Variante dazu ist die Rechenaufgabe fürJohannes: Also wie lange brauchen wir… angeblich eine Gleichung mit zwei Unbekannten oder so – immerhin hat das den Effekt, dass Johannes sehr flott vormarschiert.

Das trifft leider nicht auf Ferdie zu, den wir aber doch mit ach und krach die 2 Stunden 15 auf den Berg zerren. Dazischen überlege ich, ob ich ihn nicht wie Hera den Hephaistos vom Olymp schleudern soll – Ferdie aber, er würde garantiert kürzer als 12 Stunden fliegen… Man sieht, wir haben uns in die griechische Mythologie schon gut eingehört!

Zur Belohnung erwartet uns auf 2100 Meter die herrliche Agios Spilios Hütte mit einem unglaublichen Blick über die Berge bis ans Meer auf der Terrasse, und einem durchdringenden Geruch nach Schweiss in den Innenräumen. Aber Hunger ist der beste Koch: Unverdrossen bestellen die Boys Fleischgerichte, während ich mich lieber an den erstaunlich guten griechischen Salat und den wirklcih köstlichen Olymp-Tee mit Honig halte. Dann führt uns der Hüttengehilfe zu unserem Gemach, und siehe da, Jackpot, ich habe bei der Vorreservierung im März scheint’s angegeben, dass wir ein Zimmer gemeinsam wollen, daher müssen wir nicht in den Schlafsaal wie in Japan. Im Zimmer ist es recht kalt da keine Heizung und recht stinking da keine Belüftung, und die zum Trocknen aufgehängten Socken der 4 Männer helfen da auch nicht wirklich. Aber egal, rein in den Hüttenschlafsack (Zähneputzen lassen aussser uns 2 Alten alle ausfallen) und losgeschnarcht. Und zwar so ausgiebig, dass Nichtschnarcher kein Auge zutun können. Nach lights out um 10 liegt man also da und zählt Schäfchen…

Zum Glück erwacht aber die Hütte bereits um 6 zu neuem Leben, inklusive O, der alle aus den Betten haut um den wirklich sehesnwerten Sonnenaufgang zu beobachten.

Da wir schon mal auf sind, rüsten wir zum Gipfeltsturm. Wie gestern geht es steil bergauf – dank O’s iphone wissen wir auch wieder genau wie lange es wie steil raufgeht, was besonders Ferdie wieder sehr freut, va als Johannes doch glatt die Steigung ausrechnet und auf 30% kommt. Hier waren Mathekenntnisse mal nicht hilfreich! Dafür duftet es herrlich nach warmem Wald und Blumen… Der Weg geht also steil – 30%, wie mittlerweile dank Ferdie’s Geheul auch andere am Berg wissen – voran, und ist sehr felsig und steinig. Blöd, dass ich keine Stöcke mithabe, denn das Runtergehen wird mühsam… Wir erreichen den Vorgipfel, und in Anbetracht von Ferdie und der Stocksituation beschliesse ich, langsam mit ihm zurückzugehen. Die drei Männer beschliessen, weiterzugehen, zuerst auf den Skolio, dann auf den Mytikas (obwohl da Johannes gleich “sicha nicht” murmelt). Va der Mytikas (2910 M) hat es in sich, da er gänzlich aus Geröll besteht und auf der Seite geht’s dann 500 Meter runter…

Ich mache mich also mit Ferdie langsam auf den Rückweg, nur ist der natürlich überhaupt nicht langsam sondern springt wie ein Steinbock den Berg runter. Hie und da bleibt er dann doch stehen und schreit über den ganzen Olymp “Mamiiii” um zu checken ob ich noch lebe. Wir rechnen (ohne iphone) aus, wie lange die anderen wohl brauchen werden, Ferdie ist aber zuversichtlich.”Mami Du bist so langsam die holen uns sicher ein!”. Stimmt sogar – zumindest Johannes schafft es, der bis zum Skolio mitging und dann die beiden anderen zum Mytikas weitergehen lässt. Er gibt allerdigns zu, dass er runtergerannt ist – statt 3 Stunden bracuht er quasi nur ein einhalb. Wir sitzen also gemütlich zu dritt im Restaurant am Parkplatz und warten auf O und Max, die auch flotter sind als gedacht, und jeder ist hochzufrieden mit seinem individuellen Bergerlebnis.

Mit mittlerweile zitternden Beinchen geht es also los Richtung Thessaloniki, wo wir uns etwas erholen werden. Die Schmutzwäsche stapelt sich wieder einmal, und so ist unser erster Sightseeing-Punkt die Laundrette der zweitgrössten Stadt Griechenlands. Dem dort zufällig rumliegenden französischen “guide du routard” entnehme ich, dass dieses Örtchen “tres peu de charme” hat. Naja, das werden wir noch sehen! Unser Hotel ist im alten jüdichen Viertel, in dem es vor Restaurants und Bards nur so wimmelt, und das wirkt sehr sympathisch. Auch die Museumskultur soll hier sehr interessant sein- da wird die Kids morgen sicher freuen:)

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