20. August: Thessaloniki

O und ich mussten den Kids schwören, nach all der action heute einen faulen Tag einzulegen. Alle dürfen daher ausschlafen und Johannes freut sich schon, einen ganzen Tag im abgedunkelten Hotelzimmer Handy zu spielen. Zum Glück gibt mir Max Schützenhilfe – er steht zwar erst um halb zwölf auf, ist aber durchaus für eine Aktivität ausserhalb des Hotels zu haben. Wir steigen also auf Konstantinos’ cruise boat, das uns zu den Thessaloniki am nächsten gelegenen Stränden bringt. Wenn diese auch nicht gerade Mykonos-Niveau sind, haben sie andere Vorteile: O stellt begeistert fest, dass die Liegen gratis und die Milkshakes sehr günstig sind. In der Taverne am Strand zu Mittag schlemmen wir für 50 Euro.

Die Kids sind jedenfalls alle sehr glücklich und finden, man sollte öfter mal nichts machen. Thessaloniki haben wir daher noch immer nicht erforscht, aber morgen ist auch noch ein Tag. Ein guter! Denn Max hat von sich aus vorgeschlagen, ob wir nicht in ein Museum gehen wollen, und da bietet sich das archäologische Museum hier an, angeblich das zweitwichtigste Griechenlands. O wollte nciht mit den zwei anderen im abgedunkelten Hotelzimmer bleiben und ist auch mit von der Partie, jetzt gilt es nur noch, Johannes zu motivieren.

Heute Abend ging es in das nette Restaurant ums Eck mit Musikbegleitung – der Grieche an der Laute und sein Freund an der Gitarre machten jedenfalls echt Stimmung – bei jedem “oppa” klatschen die zahlreichen Einheimischen an den Tischen frenetisch mit. Ich stelle fest, dass die Griechinnen interessanterweise fast alle blond sind, und auch extensions scheinen hier der letzte Schrei zu sein. Thessaloniki ist angenehmerweise wesentlich weniger touristisch als die Inseln, und im August auch nicht so überlaufen. Mich erinnert die Stadt immer noch an Tel Aviv, aber Johannes findet, dass es dafür an zahlreichen gutgebauten Typen, die oben ohne rumlaufen und Mukkiaufbau betreiben, fehlt.

Unserem Mukkiaufbau geht es jedenfalls bestens: Wir leiden alle unter dem Bergab-Muskelkater vom Olymp. Nach dem Abendessen konnten O und ich kaum von den Sesseln aufstehen, und Stiegensteigen ist quasi ein Ding der Unmöglichkeit. Der einzig Unbeschwerte ist Ferdie – er ist so leicht, dass seine Muskelchen ihn locker tragen.

Morgen Mittag wird es jedenfalls nach Igoumenitsa weitergehen, wo wir dann die Fähre Richtung Brindisi besteigen werden. Ich hoffe, ich habe alles richtig gebucht und wir sitzen morgen um die Zeit zu fünft in unserer kleinen 4-er Kabine übereinander…

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