Nach einer — finde ich — wohlverdienten Schreibpause beame ich mich jetzt vom Strand in Vieste 2 Tage zurück. In Thessaloniki sind wir ja nicht zum Spass, und daher werfen wir die Kids um 9 aus den Betten, damit sie das grosszügige Frühstück geniessen können. Die Griechen haben‘s in der Früh gerne süss, und Johannes erklärt, dass er nach 2 „gesunden Tellern“ den dritten mit Den fetten, sirupgetränkten, köstlichen Kuchen auflädt. Los geht‘s also Richtung archäologisches Museum, eines der schönsten in Griechenland — sagt die Info. Und von 5 Leuten sind immerhin 4 begeistert, was ja kein schlechter Schnitt ist. Einig sind sich alle, dass sda Götter— und Heldenquiz cool ist, dank unseres Hörbuches über griechische Sagen finden wir wirklich alles heraus. Das Museum ist wirkil ih gut gemacht, und erklärt sehr anschualich, wie die Menschen zu Zeiten Alexander des Grossen — gestorben so um 350 BC — gelebt haben. O kennt sich auch supergut aus muss ich sagen!!! Wir sehen Kinderspielzeug aus der Zeit, wie die Menschen gegessen haben (sehr beliebt war eine Fischsauce mit dem einfachen Rezept: nimm viele kleine Fische, gib Salz dazu und stell sie drei Monate in die Sonne. Die daraus entstehende Sauce in Krüge abfüllen — fertig.), Wie sie sich gekleidet, frisiert und geschminkt — es gab Lippenstift, Rouge und Augenmakeup — und geschmückt haben — die goldene Myrthenkrone ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür. So wunderschön gearbeitet, dass sie sich John Paul Getty unter den Nagel gerissen hat, das Getty Museum in LA gab sie erst vor kurzem an Griechenland zurück. Wobei sie sich ind em Getty Museum, das wir ja von unserer Aamerika Reise her kennen, sicher auch gut gemacht hat:)Nach dem Museum geht‘s zur Erholung in den hoponhopoff bus, wobei wir nur on und nicht off hoppen. Die Tour bietet einen guten Überblick über Thessaloniki, das erst seit 1912 zu Griechenland gehört. Deshalb hören es die Einheimischen auch gar nicht gerne, wenn man Saloniki sagt, was der türkische Name war. Die Stadt wurde kurz danach, 1917, durch ein Erbeben stark zerstört, und es fand sich ein französischer Architekt, um sie wieder aufzubauen, dem auf dem schönen, langen, rechteckigen Hauptplatz gehuldigt wird.Unser Aufenthalt hier ist damit u Ende, nicht ohne noch einmal zum fruit juice shop gegangen zu sein. Kleiner Exkurs: O liebt die frisch gepressten fruit juices wie kein anderer in der Familie, so to speak. Er kauft Unmengen an Drinks für alle, die er dann im Prinzip hocherfreut selbst trinkt. Seit ich in einer Doku gesehen habe, wieviel Zucker da drin ist, rühre ich keinen mehr an. Aber O nimmt an so einem Vormittag fröhlich circa 10 Äpfel, 20 Orangen, 5 Bananen und ich weiss nciht wieviele Beeren und Kiwis u sich. Wir staunen. Derart gestärkt geht es zum Auto und weiter zu unserer nächsten Station: Igoumenitsa, von wo aus wir die Fähre nach Brindisi nehmen. Unterwegs gibt es noch mal die köstlichste Baklava (hier ist mir der Zucker doch egal) und dann schiffen wir uns schon auch ein. Bin ja sehr froh, dass die Reservierung auch wirkclih geklappt hat, und dass ich die Kosten nciht gescheut und eine luxuriöse (!) Kabine ohne Fenster genommen habe. Vor allem, als wir die Alternative sehen — die Leute rennen aufs Boot und knallen sich dann einfach überall auf den Boden. Basta. O und ich geniessen noch dei näcjtöicje Aussicht, von Deck, und als wir in die Kabine einkehren, fliegen wir fast um, da sich die Boys unklugerweise die Socken ausgezogen haben. ich versprühe wie wild Deo, worauf wir alle noch eine Stunde niesen müssen. Zum Glück schlafen aber alle ein wenig, da ich das Bett mit Ferds teilen muss (es gibt nur 4 er Kabinen) schlaf ich ein wenig weniger als die anderen. Um 8 Uhr früh legen wir jedenfalls in Brindisi an — endlich Italien!!! Schon die Carabienieri sehen toll aus:)Wir beschliessen uns möglichst schnell von dem gloomy Schiff wegzubewegen und einen ertesn Capuccino in Brindisi einzunehmen, das eine entzückende Altstadt hat — mit einer dazupassend leicht überalteten Bevölkerung. Max stellt fest, dass auf jeder Bank alte Männer sitzen, die sehr freundlich in die Gegend schauen, keine Frau und kein Handy in Sichtweite. Ein Schelm, wer da Böses denkt. Wir gönnen uns jedenfalls ein kleines Frühstück und packen dann die Kids wieder zusammen, ohne ihnen u sagen, dass wir uns für einen kleinen Umweg entschlossen haben. Wir wollen nämlich Matera sehen, das eine der Kulturhauptstädte 2019 ist, galuben aber, dass wir bei einer Abstimmung eventuell verlieen würden — wobei auf Max in Bezug auf Kultur immer mehr Verlass ist. Los geht‘s also, und zum erstsrn Mal ist es wirklcih heiss. kleiner Exkurs für Wetterfrösche: Bis jetzt war ich ja positiv überrascht, wie wenig wir unter der Hitze zu leiden hatten. Sogar in Sarajevo hatten wir Glück, an dem einzig regnerischen Tag des Sommers z landen, Die Küste war nicht allzu heiss, und am Ohrid See war‘s ebenfalls sehr temperiert, wie auch erstaunlicherweise in Thessaloniki. Obwohl dsa natürlich auf das Gefühl es Bterachters ankommt; Johannes jeenfalls will nächstes Jahr unbedingt in den Norden. Trotzdem denke ich, dass wir der grossen Hitzewelle entkommen sind.Aber Matera ist diesbezüglich fraglos anders. 34 Grad, und noch dazu kommen wir sehr praktisch zu Mittag an. Zum Glück parken wir auf dem heissen Deck eines Parkhauses, sonst wären die Boys nicht um Aussteigen zu bewegen. Matera ist aber einen Besuch wert: Die Altsatdt ist in den Felsen gebaut, die Häuser in beige/grau Tönen vereinen sich mit dem Stein in unglaublichem Reiz. Was wir jetzt bewundern, war allerdings ein Skandal, denn bis in die 50—er Jahre lebten hier Menschen ohne Strom und Wasser. Die Kirchen erstrahlen wunderschönem, hell restaurierten, barockem Sandstein der Gegend, und wir fotographieren die Boys vor einem Kirchentor mit Totenköpfen. Was ihnen aber viel besser gefällt, ist das tolle Eisgeschäft. Naja, irgendwas bleibt ja immer hängen. Aber genug Kultur, los geht‘s nach Vieste, über so viele kurvige Strassen den Berg Gargano hinauf, dass ich beim Fahren fast eingehe. Der arme O ist ununterbrochen am Telefon, da ihm aber dauernd der Empfang abreisst, hören wir des Öfteren „sch…“. Auch erzieherisch wertvoll. Und immerhin sind wir bereits 2300 km unterwegs…Wir kommen also etwas geschlaucht in Vieste an.
