24.-25.8. Vieste 2

In Vieste steht Erholung an, wobei diese je nach Interesse verschiedene Formen annimmt. Während Ferdie 2 Stunden am Stück damit verbringt, über die Wellen zu springen, gehen O und Max mit Begeisterung kiten (Max behauptet von sich, wie Poseidon auf seinen Meerespferden dahinzufliegen — unseren Göttergeschichten sei dank!), ich bin mit „East of Eden“ fast durch, während andere am liebsten den ganzen Tag im abgedunkelten Zimmer am Handy sind. Diese armen Menschen haben jedoch nur wenig Ruhe, denn nach einem derartigen Tag kommt die böse Mutter und zwingt auch diese bedauerlichen Kreaturen an dn Strand.

Vieste ist seeeeehr italienisch, ausser uns gibt es maximal noch 3 deutsche Ehepaare. Das Hotel fährt ein altmodisches Entertainment Programm so etwa im Stil von Dirty Dancing:) Der Speisesaal sieht auch ganz ähnlich aus, das Frühstück hat ein bissl den Charme einer Massenabfertigung, und bei der Ankunft wurden uns grell orange Plastikarmbänder ausgehändigt für access. Ohne mich allerdings — ich bleibe dabei, dass ich das fix nicht trage. Erfreulicherweise wurde ich trotzem noch nicht verhaftet. Dafür ist der Strand herrlich, feinster Sand, coole Wellen, ein gutaussehender laut „Cocobello“ schreiender Italiener und durch den Wind super angenehme Temperatur ( und Kitemöglichkeit) machen ihn für die ganze Familie zum Hit. Ausser halt für die, die lieber im angedunkelten Zimmer Handy spielen.

Der Ort selbst ist auch sehr charmant, viele gute Lokale, die die hiesige Spezialität Paposce anbieten, eine Art einfacherer Calzone, und Bruschetta in allen Varianten. An Pasta weren hier vor allem Orecchiette gegessen, die Johannes lieben gelernt hat, wir haben bereits 2 Kilo erstanden und hoffen, dass Johannes in seinem neuen Wahlfach Kochen dann lernt, wie man diese zubereitet.

Die Altstadt ist sehr schön, mit Blick aufs Meer, die Eisgeschäfte köstlich, und im Buchgeschäft gibt es wirklich nur italienische Bücher zu kaufen.

Ich bin also total happy, mein tolles Italienisch anbringen zu können, hatte heute mittag allerdings ein trauriges setback, als der Kellner meine „un Espresso per favore“ Bestellung nicht verstanden hat. Dafür hat Max etwas gegessen, das wie kleine Köpfe in Tomatensauce ausgesehen hat — zum Fürchten. So herrlich der Fisch hier ist, manche Arten sind doch etwas gewöhnungsbedürftig.

Morgen geht es in der Früh los zur vorletzten Station auf unserer Reise — Venedig! Ich habe urviele Biennale— und Museumspläne, mal sehen, wie die 4 Männer da mithalten. Zum Glück gibt es ja immer die erholsame Option, im abgedunkelten Zimmer Handy zu spielen:)

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