Aufbruch aus Vieste im Morgengrauen quasi — erst 8 Uhr und wir sitzen schon im Auto. Es wird dank etlicher Staus eine rechte Monsterfahrt von 8 Stunden, bis wir eeendlich die Piazzale Roma erreichen.
Zum krönenden Abschluss unserer Reise habe ich im wunderschönen Santa Croce Boutique Hotel in Dorsoduro bestellt — die Kids sind in ihrer Kammer mit whirlbadewanne und Dampfbad in heaven, O und ich sind von der ruhigen Lage und dem schönen Vorgarten total hingerissen. Ein Aperol auf dem kleinen Platz vorm Hotel holt auch die müdesten Lebensgeister wieder zurück, und wir machen uns auf den Weg in die osteria del paradiso. Unfasslich, wie gut man wieder einmal hier essen kann, und Johannes, der sich über die primi pasta Portionen hier beklagt hat, schafft seine Portion bigoli vongole nur mit Ach und Krach. Wir betsellen die tollste Vorspeisenplatte, die wir je gesehen haben, herrliches gegrilltes Gemüse u die Spzialität Baccala mmmhhh. Danach haben alle riiiesige Pastaportionen, ich bestelle cacio e pepe, und der. koch fährt mit einem Riesen pecorino Rad an den Tisch, das innen ausgehölt ist und in dem er die Nudeln zubereitet. needless to say, wahnsinnig köstlich aber nicht zu schaffen
Wir rollen also ins Hotel und schlucken viel Rennie. bis zum Frühstück sind aber zumindest die Kids wieder aufnahmefähig — gut so, denn wir haben einen anstrengenden Tag vor uns – die Biennale ruft. Den einen lauter, und den anderen eher im Flüsterton, wohlgemerkt.
In den Giardini werfen wir uns zunächst in den Hauptpavillon, wo es ein buntes Sammelsurium an Positionen zu sehen gibt. Uns fällt auf, dass es einiges zum Thema Mist zu sehen gibt, und fühlen uns mit unseren unvermeidlichen Plastikwassrflaschen gleich schuldig. Das andere Thema scheint mir zusein, weiblichen, va schwarzen weiblichen Künstlerinnen eine Platform zu bieten. Herausragend tun das meiner Meinung nach Akunshiwili Crosby und Zulena Mahlud. Ein showstopper ist das Hologramm „l‘ange de la maison“, das den Hausengel von Max Ernst tanzen lässt.
Weiter gehtes zu den Ländrpavillons. In Frankreich stellt uns Laure Provost noch einmal dem Müllthema gegenüber, mit einem Video und Installationen. In Brasilien gibt es coole Tanzvideos zu sehn, und auf Johannes Wunsch besuchen wir auch Japan und Südkorea. Im japanischen Pavillon gefällt ihm, wie die Auswirkungen des Tsunami anhand von riesigen Felsbrocken dargestellt werden, die an die Küste gesschwemmt wurden. Ah ja, und in Österreich waren wir natürllich auch, leider im Vergleich zum Rest ist die Arbeit von Renate Bertelmann schon etwas zu veraltet — die weibliche Position a la Valie Export aus den 70—ern zwar interessant, abr irgendwie nicht mher heutig. Und der Garten aus Glasrosen mit einem Stachel in jeder Blume ist auch nicht wirklich eindrucksvoll.
So,it ist der erste Teil erfolgreich abgeschlossen, und nur Max und ich gehen weiter zum Arsenale. Traurig beeindruceknd ist natürlich Barca Nostra, die Installation von Christoph Büchel, der ein Schiff, mit dem Migranten auf dem Weg nach Italien gekentert sind, vor dem Arsenale ausstellt. Sonst wiederum viele Videoarbeiten, wieder viel im Zusammenhang mit Umweltschutz. „May you live in interesting times“ ist ja das Motto der Biennale, und mir scheint, dass diese interesting times dringend unserer Intervention bedürfen…
Nach soviel Nachdenken ist aber Erholung angesagt, und ich lade Max auf einen Drink am Markusplatz ein. Kostet immer noch ein Vermögen, aber man sitzt wohl nirgends schöner. Der Rest joint uns dann, und es geht noch weiter zu einem letzten gemiensamen Abnedessen. o verlässt uns leider ungeplant morgen früh und ich muss mich mit meinen 3 alleine durchschlagen…interesting times…
